
"Quien no ha visto Sevilla, no ha visto maravilla"
Wer Sevilla nicht gesehen hat, hat keine Wunder gesehen.
Sevilla, die Hauptstadt Andalusiens, reflektiert einen großen Reichtum an Vielfältigkeit. Sevilla ist Treffpunkt verschiedener Kulturen, die Stadt verfügt über ein großartiges architektonisches und kulturelles Erbe, das ihr eine unvergleichbare Schönheit und Charme verleiht.
Das muslimische Erbe
Die Spanische Kultur basiert auf historischem Erbe, das aus der muslimischen Besetzung, die auf das 8. Jahrhundert zurückgeht, denn die Nordafrikanischen Araber haben die Spanische Peninsula bereits im Jahr 711 erobert. Damals wurde Sevilla die Hauptstadt des Almohades Königreiches.
Christliches Spanien
Allerdings gewannen die sich im Norden befindenden Christen nach und nach ihre verlorenen Ländereien zurück; es war die Reconquista, eine Bewegung, welche die Vertreibung der Moslems bewirkte. Die Reconquista ging im Jahr 1492 zu Ende, als in Granada die letzte muslimische Bestion in die Hände katholischer Könige fiel.
Das Goldene Zeitalter
Im selben Jahr endeckte Christopher Kolumbus Amerika und ermöglichte den Eroberern den Aufbau eines weitreichenden kolonialen Reiches. Dank der Reichtümer der Neuen Welt wurde Spanien zur mächtigsten Nation Europas unter der Herrschaft des Habsburger Reiches im 16. Jahrhundert.
Der Niedergang
Dieser Höhepunkt ging jedoch während des 18. Jahrhunderts zuende, als das land von politischer Instabilität geprägt war und nach und nach ihre Kolonien verloren. Diese konfliktreiche Situation erreichte ihren kritischsten Moment unter der Französischen Besetzung unter Napoleon dem Ersten, der einen blutigen Befreiungs-Krieg anzettelte. Spanien wurde dadurch sehr geschwächt und verlor eine Vielzahl seiner Kolonien. Cuba, die Philippinen, Costa Rica und Guam waren die letzten Kolonien, die nach dem Krieg mit den USA im Jahr 1898 von der Krone getrennt wurden.
Franco
Kaum hatte sich Spanien von seinen Kriegen freigemacht, als bereits der Bürgerkrieg zwischen den Republikanern und den Spanischen Nationalisten (angeführt von Franco) im Jahr 1936 ausbrach und bis 1939 anhielt. Die letzteren gewannen den Krieg und stürzten Spanien in eine Diktatur, die das Land in totale Isolation manövrierte, die einen sozialen und wirtschaftlichen Umschwung beinahe unmöglich machten.
Demokratie
Nach dem Tod des Generals Franco im November 1975 schaffte der Spanische König grundlegende Bedingungen für die Schaffung einer Demokratie, die im Jahr 1978 durch die neue Staatsverfassung verankert wurde. Im Jahr 1982 wurde Sevilla schließlich zur Hauptstadt Andalusiens.
Beitritt zur EU
Spanien liberalisierte sich sehr schnell und trat im Jahr 1986 den EWG-Mitgliedstaaten bei. Durch diese Mitgliedschaft stieg der spanische Lebensstandard sehr schnell an, denn Spanien porfitierte sehr stark von Subventionen. Auf diese Weise hat Spanien seine wirtschaftlichen Rückstand aufgeholt und wurde eine der bedeutenden Staaten innerhalb der EU.
Wirtschaftliche Entwicklung
Im Jahr 1992 markierte das Land seine Rückkehr zur europäischen Kultur durch die Organisation der EXPO in Sevilla (Isla de Cartuja). Unter dem Motto "Das Zeitalter der Entdeckung" besuchten ca. 42 Millionen Besucher aus aller Welt die Expo 92, um das 500. Jubiläum der Entdeckung Amerikas zu feiern.
Europäischer Gipfel
Vom 21. bis 22. Juni 2002 fand der Europäische Gipfel in Sevilla statt, wobei vor allem Immigrations-Regulierungen behandelt wurden.
AIRBUS (EADS A400M)
Der Testflug des Airbus A400M Militärflugzeuges wird auf dem Gelände von EADS stattfinden, wo es produziert wurde (in der Nähe des San Pablo Flughafens).












